Erinnerungen

Vor genau einem Jahr haben wir Lucia das erste Mal gesehen, als wir sie auf ihrer Pflegestelle besucht haben. Wir waren alle hin und weg ❤ Sechs Tage später, zog sie ein und hat ihrem Namen entsprechend, das Licht zurück gebracht… ❤

Ich habe Fotos von Kayla und Diego gefunden, vor zwei Jahren aufgenommen. Nur zwei davon, habe ich schon einmal gezeigt. Sie haben so gerne zusammen gespielt. Ich liebe ihren Gesichtsausdruck. Diego hat sich immer so viel Mühe gegeben sie zu bespaßen und zum Spielen aufzufordern.. ❤ Du bleibst fest in unseren Herzen, kleine Zaubermaus ❤ Ich werde immer an Dich denken ❤ Genau wie auf den ersten Fotos, war ihr Wesen. Fröhlich. Ausgelassen. Immer auf flinken Pfoten auf dem Weg zu uns, um uns geradezu mit ihrer Liebe zu überschütten… ❤

„Brief aus dem Regenbogenland

Du warst bei mir bis zum Ende. Und auch nachdem ich schon gegangen war, hast du mich noch eine Weile gehalten. Als meine Seele meinen Körper verließ, blickte ich hinab und sah dich weinen. Ich würde dir so gerne sagen, dass ich alles verstanden habe. Du hast diese letzte Entscheidung nur für mich gefällt. Und sie war weise. Es war Zeit für mich zu gehen. Ich danke dir für dein Verständnis. Niemand wird meinen Platz einnehmen. Aber die, die nach mir kommen, brauchen die Liebe und Zuneigung so, wie ich sie hatte. Du denkst immer an mich. Das sind Momente, wo du so unendlich traurig bist. Bitte, denk nicht voller Trauer zurück. Denke nur daran wie glücklich wir waren. Und wenn die nächsten Wegbegleiter dich für immer verlassen müssen, dann werde ich an der Regenbogenbrücke auf sie warten. Ich werde ihnen danken, dass auch sie dich glücklich machten. Und ich werde auf sie aufpassen – für dich! Ich danke dir dafür, dass du mich geliebt hast, du für mich gesorgt hast und du den Mut hattest, mich mit Würde gehen zu lassen.“

15.09.2019 an ihrem absoluten Lieblingsplatz aufgenommen. Pinnower See.

Ein Jahr ohne Kayla

Ich kann es immer noch nicht glauben. Vor einem Jahr mussten wir unsere kleine Zaubermaus gehen lassen. Viel zu jung, mit gerade einmal 7 Jahren… Ihren letzten Herzschlag spüre ich immer noch an meinen Fingern… Sie fehlt mir so wahnsinnig, es vergeht kein Tag ohne Tränen…

„Immer, wenn wir von Dir erzählen, fallen Sonnenstrahlen in unsere Seelen. Unsere Herzen halten Dich gefangen, so, als wärst Du nie gegangen. Was bleibt, sind Liebe und Erinnerung.“

„Wenn es Nacht wird, treffen wir uns in unseren Träumen und wenn ich aufwache, bin ich mir sicher, dass Du noch da bist und dass sich unsere Seelen wiederfinden werden. Irgendwo da draußen im Universum, im Land der Regenbogenbrücke.“ Sylvia Raßloff

https://www.rosengarten-sterne.de/gedenkseite/zeige/kayla-3/

Erinnerungen…

Heute vor einem Jahr hat Kayla mir noch einen wundervollen Moment beschert, obwohl sie schon so krank war… Vormittags zwei Stunden Infusionen… Nachmittags wollte sie dann unbedingt unsere gewohnte, kleine Runde ums Altenheim gehen. War schon recht warm, aber ich hab sie machen lassen. Ohne Leine. Sie war etwas wackelig auf den Beinen, ging aber immer weiter. Als wollte sie sich und mir beweisen dass sie das sehr wohl noch kann… Etwa nach der Hälfte hat sie sich in den Schatten gesetzt und mich traurig angesehen. Hab mich kurz zu ihr gesetzt und sie gestreichelt. Sie wollte, konnte aber nicht weiter gehen. Also hab ich sie auf den Arm genommen. Was sie sich Zeit ihres Lebens eigentlich nur gefallen ließ, wenn sie krank war. Lieber allein hoch- oder runterspringen. Kaum auf meinem Arm, hat sie sich richtig rangekuschelt, ihre Wange an meiner. So sind wir eine Weile gelaufen. Ganz langsam. Wir haben diesen besonderen Moment beide sehr genossen… ❤ Erst kurz vor unserem Eingang wollte sie runter. Vor der Treppe allerdings blieb sie wieder stehen. Zu dem Zeitpunkt konnte sie die paar Stufen schon nicht mehr alleine hoch gehen, geschweige denn aufs Bett oder die Couch springen…. Selbstverständlich habe ich ihr geholfen. Sie hatte so viel Vertrauen und hat mich ihr helfen lassen. Ich kann förmlich jetzt noch ihre Wange an meiner spüren und bin unendlich dankbar für diesen Moment…

(Lieber Harald, durch die Beantwortung Deiner Mail kam mir diese besondere Erinnerung in den Sinn. Mir fehlt weiter die Motivation hier zu sein, auch die Zeit – dies wollte ich dennoch mit Euch allen teilen…)

Danke Euch allen fürs Lesen und dass Ihr mir weiter „treu“ bleibt. Habt ein schönes Wochenende ❤

Vergangenheit und Gegenwart

„Schöne Tage – nicht weinen, dass sie vergangen, sondern lächeln, dass sie gewesen.“ Rabindranath Tagore

Shaman und ich im Juni 2014
Kayla war unsere kleine Sonnenanbeterin

Diego hat jetzt noch eine Kühlweste von Ruffwear dazu bekommen. Die kann ich ihm auch problemlos über das Geschirr ziehen. Für Halsband und Geschirr gibt es eine Öffnung. Schaut weng nach Cape aus angezogen, da die Verschlüsse seitlich unter der ersten Lage angebracht sind. Aber wen schert schon die Optik? Herr Zwerg strahlt und fühlt sich wohl. Bei 36° bis 38° geht es nicht ohne. Mit wackelt er weiter schön durch den Schatten und kann sich ein paar Minuten die Beine vertreten. Die Weste kühlt genau richtig, ist aber etwas schwerer wenn sie frisch nass gemacht wurde (trotz Auswringen), daher würde ich sie ihm auch nicht länger als für kleine Runde anziehen. Drinnen möcht er am liebsten sofort spielen und knallt ein paar Mal am Tag durch 😛 Die Luftkühler im Wohn- und Schlafzimmer sind zur Zeit unsere liebsten Freunde 😉 Schade dass ich hier keine Videos hochladen kann, sonst könntet Ihr sehen was Lucia davon hält bei der Dämse zu spielen 😉 Wie ihre Schwester Füxi – nix! 😀 Dafür schnappt sie fast über wenn wir Flusentier Pauli treffen (der auf dem Foto grad an Frauchens Beinen hängt). Er ist ca. 2 Jahre jung und die Beiden lieben sich von der ersten Sekunde an. Opa Willi mag sie, verzieht aber angeekelt das Gesicht wenn er versucht ihr näher zu kommen. Bei Kayla war es genau umgedreht. Sie hat sich so wahnsinnig über Willi gefreut und um Pauli einen großen Bogen gemacht. War er mal schneller und hat ihr übers Gesicht geleckt, gab es erst einen verächtlichen Blick und dann einen Anranzer 😉 Diego kommt mit beiden klar, möchte aber keinen näheren Kontakt. Eine kurze Begrüßung und dann stellt oder setzt er sich etwas abseits bis wir weiter gehen. Auch Pauli akzeptiert das mittlerweile. Käme er dennoch näher, würde Diego ihn wieder hinter Frauchens Beine bellen 😉

Erinnerungen

Alles hat seine Zeit:
sich begegnen und verstehen,
sich halten und lieben,
sich loslassen und erinnern.

Robert Louis Stevenson

Drei Fotos, zwei davon habe ich noch nie gezeigt – sie sind vom 29.12.2019… Sie fehlt mir so sehr…

Happy Birthday

Meine süße, kleine Zaubermaus – ich schicke Dir die liebsten Wünsche zum Geburtstag ins Regenbogenland… ❤ Es ist der erste ohne Dich.. 5 Jahre konnten wir zusammen feiern… Du wärst heute 8 Jahre jung geworden…

„Immer, wenn wir von Dir erzählen, fallen Sonnenstrahlen in unsere Seelen. Unsere Herzen halten Dich gefangen, so, als wärst Du nie gegangen. Was bleibt, sind Liebe und Erinnerung.“


„Wenn es Nacht wird, treffen wir uns in unseren Träumen und wenn ich aufwache, bin ich mir sicher, dass Du noch da bist und dass sich unsere Seelen wiederfinden werden. Irgendwo da draußen im Universum, im Land der Regenbogenbrücke.“ Sylvia Raßloff

Erinnerung 2

Jedes Jahr zur Walpurgisnacht gab es ein bestimmtes Foto von Kayla… Auch heute… Es war der letzte Tag vor einem Jahr, an dem noch alles so war wie es sein sollte..

Ihren Besen braucht sie nicht mehr, sie hat ja ihre Flügel bekommen 😦

Trainieren statt dominieren

Ein Beitrag, der mir sehr am Herzen liegt. Ich würde am liebsten ein ganzes Buch zu diesem Thema schreiben, versuche mich aber kurz zu fassen und lasse am Ende unsere Trainerin im wahrsten Sinne des Wortest sprechen. In ihrem Podcast 🙂

Ganz zum Anfang. Bevor Diego kam. Auch mir wurde seitens Trainern, „erfahrenen“ Hundehaltern usw. immer eines gesagt: Du musst Rudelführer sein! Du musst dich durchsetzen! Der Hund muss hören! Bei Fuß laufen! Und so weiter und so fort… Nun war ich schon immer gegen Gewalt. Es käme mir nie in den Sinn einen Hund zu schlagen, zu treten oder zu strafen. Leider ließ ich mir entgegen meinem Bauchgefühl vor allem bei Diego beim Gassi sagen, der muss da jetzt lang. Auch wenn er sichtbar Angst hatte. Wurde ja plausibel erklärt. Wenn er erstmal dran vorbei ist, wird s beim nächsten Mal gleich viel leichter weil er ja gemerkt hat dass nichts schlimmes passiert. Trugschluss. Wenn ich Angst vor Spinnen habe, ist diese Angst dann weg nur weil mich jemand ein paar Mal an ihnen vorbei zerrt…? Nein. Angst ist irrational. Sie ist einfach da. Der bessere Weg wäre es gewesen die Situation für ihn zu managen. Heißt, erstmal Abstand reinbringen. Bis er sich sicher genug fühlt sich alles anzuschauen. Dazu die positive Bestärkung (geht über den Clicker oder ein Markerwort sehr gut) und dann schrittweise rantasten im Tempo des Hundes. Hätte uns vieles erspart. So viel. Bei Kayla empfahl mir ein „Trainer“ sie auf den Rücken zu donnern weil sie ihn aus Angst anbellte. Er starrte sie permanent an obwohl ich ihn bat das sein zu lassen. Schaute er mich an beim Sprechen, war sie sofort ruhig. Er ist immer noch der Meinung dass der Hund grundsätzlich unterworfen werden muss. Er hat sofort zu hören. Wenn nicht wird geschrien, geruckt oder der Hund eben auf den Rücken gedonnert. Was das mit Hunden macht die sowieso schon Angst haben, kann sich jeder vorstellen.

Dabei berufen sich viele auf die frühen Studien des L. David Mech. Der seinerzeit in Gefangenschaft gehaltene und aufgewachsene Wölfe studierte und die sich immer noch hartnäckig haltende Theorie über den Rudel-Dominanz-Blödsinn in die Welt setzte. Worunter tausende Hunde allein in Deutschland jeden Tag leiden. Er selbst widerlegte seine eigenen Studien in den 90er Jahren… Also bitte, das einzige was „MUSS“, ist dass dieser Mist aus den Köpfen der Menschen raus kommt! 🙂 Hunde sind sehr soziale Lebewesen, sie fühlen genau wie wir und sind geistig auf dem Stand eines Kleinkindes. Schreien wir diese an wenn sie etwas nicht können? Nicht gleich verstehen? Drangsalieren wir sie von früh bis spät? Nein. Wir nehmen sie an die Hand, erklären ihnen die Welt in ihrem Tempo, fördern und belohnen das was sie sowieso schon toll können. Katzen lassen wir „ihren Willen“, stellen das nicht infrage. Bei Hunden (auch Pferden…) sieht das oft anders aus. Es sind doch keine Roboter die stumpf unsere „Befehle“ auszuführen haben! Wir entscheiden schon so viel für unsere Hunde. Wo sie leben, wie, mit wem, wann wir Gassi gehen. Es wird Zeit auf ihre Bedürfnisse zu achten, die so individuell sind wie jeder Hund auch. Grenzen setzen kann man auch ohne jegliche Form der Gewalt! Werdet kreativ um Euren Hunden beizubringen was Ihr von ihnen möchtet, nehmt Euch Zeit und fangt mit ganz kleinen Schritten an 🙂 Wir haben sie in unser Leben geholt und sind es ihnen schuldig sie so zu behandeln und zu integrieren, dass wir alle harmonisch miteinander leben können und viele schöne Momente erleben. So entsteht Bindung. Durch gemeinsame, schöne Aktivitäten, Sicherheit für die Fellnasen, kuscheln… Aber nicht durch „das korrekte Ausführen von Befehlen die völlig schwachsinnig für unsere Hunde sind“…

Beispiel Leinenführigkeit. Bleibt in Eurem Tempo. Werdet nicht unbewusst schneller. Geht von Anfang an so entspannt wie möglich. Es gibt auch gute Führgeschirre mit Griff oben, das hilft vor allem bei großen Hunden wenn man mal halten muss. Lasst sie viel schnüffeln und markieren. Das entspannt den Hund. Leider wird auch das Erkundungsverhalten vielen Hunden regelrecht abtrainiert. Die können froh sein wenn sie zum Pinkeln kurz halten dürfen, sonst müssen sie stramm bei Fuß laufen… Viele halten ständig an, drehen um wenn der Hund zieht, gehen dann wieder zurück… Versteht der Hund dadurch was Ihr wollt? Wird er dann nicht mehr in Richtung des anderen Hundes ziehen und geifern? Leider nein. Denn er hat nicht verstanden warum Ihr stehen bleibt oder umdreht. Ergo zeigt er das gleiche Verhalten wieder, sobald Ihr weiter geht. Hunde bleiben auch an Straßen nur sitzen, weil wir sie dazu auffordern (ich nicht, stehen bleiben bis ich sage jetzt ist es sicher zum Rübergehen reicht völlig), aber nicht weil sie verstehen dass es dort gefährlich ist. Wäre der Hund allein unterwegs, würde er schnurstracks rüber laufen und sich nicht setzen. Auch wenn Ihr das 10 Jahre lang gemacht habt. Tatsächlich kenne ich nur zwei ehemalige Straßenhunde die das von allein machen und anbieten, warten bis ihr Mensch da ist und sagt sie können gehen. Ich denke da waren schlechte Erfahrungen die Ursache. Wer schon mal von einem Auto verletzt wurde, oder fast, wird vorsichtig. Besser ist es immer dem Hund zu zeigen welches Verhalten Ihr Euch wünscht und die Situation so zu managen, dass es für den Hund okay ist 🙂

Bitte lasst die Hunde Hunde sein. In der heutigen Gesellschaft wird jeder Beller, jedes Grummeln sofort negativ bewertet und unterdrückt. Warum?? Sollen sie uns ein fröhliches Liedchen trällern oder einen Brief schreiben? So teilen sie sich mit! Es hat immer einen Grund. Findet ihn raus. Diego hat eine riesige Bandbreite an Bellern. Ich höre sofort ob er freudig erregt ist weil der „Papa“ gleich nach Hause kommt oder der „Erzfeind“ im Flur läuft 😉

Vor vier Jahren haben wir angefangen mit Tina zu trainieren. Damals vor Ort. Mittlerweile bietet sie fast alles nur noch online an, hier übernehmen ihre Helferlein. Mehrmals im Jahr gibt es auch den kostenlosen Workshop. Dieser dauert 5 Tage. Im Januar habe ich ihn bereits das 3. Mal mitgemacht. Allein die tägliche Stunde wo sie unzählige Fragen beantwortet und Tipps gibt, ist so viel Wert. Ich nehme immer neue Erkenntnisse mit raus und frische „Altes“ auf.

Bitte verwendet für die Gassi-Runden nur gut sitzende Y-Führgeschirre. Sattel- und Norwegergeschirre (wie die grausigen K9..) sind genauso schlecht für Euren Hund wie ein Halsband. Nur wenn aus medizinischer Sicht kein Geschirr getragen werden kann, ist ein Halsband okay. Aber auch da bitte ordentlich trainieren, nicht rucken oder reißen, den Hund sanft führen und bitte NIEMALS eine Schlepp- oder Flexileine am Halsband! Hier ein toller Artikel mit einer Tierphysiotherapeutin 🙂 https://www.pfotenprunk.de/post/norweger-geschirr-k-eine-anleitung?fbclid=IwAR1xdQVrF9Sqh-ZQ4ATbx3n2roV08hS7lAatllP-xEFaw4APz6EW3eqKu3A

Viele Wege führen nach Rom. Aber jeder sollte frei von Gewalt sein! 🙂 Belohnt und bestätigt Eure Hunde für alles was sie gut machen, von sich aus anbieten. Bietet ihnen ein Alternativverhalten an, findet die Ursache für „störendes“ Verhalten. Letztlich liegt es immer an uns unsere Fellnasen zu verstehen und in erster Linie an uns zu arbeiten. Viele machen es immer noch andersrum – sie verlangen die absurdesten (aber immer noch als völlig normal anerkannten) Dinge von ihren Hunden, die sie überhaupt (noch) nicht erbringen können, sind aber kein Stück bereit ihr Verhalten zu hinterfragen oder zu verändern. Nur weil ein Hund drinnen „Sitz“ kann, heißt das noch lange nicht dass er das beim Tierarzt oder Gassi kann! Dann wird wieder geruckt und geschrien und die Schuld beim Hund gesucht. Der überhaupt nicht darauf vorbereitet wurde und bereits so viel Stress hat, dass er gar nicht in der Lage dazu ist… Nur ein Beispiel von tausenden…

Clever/ Soul/ Dogs – Tina Schwarz

Zum Abschluss noch ein paar Fotos von Lucia und Diego ❤

Das war es dann also…

….das erste Weihnachten ohne Shaman und Kayla. Es sind jetzt über drei Monate vergangen seit meinem letzten Beitrag. Der Schmerz und die Trauer sind leider nicht weniger geworden. Es zerreißt mir immer noch fast das Herz ohne sie sein zu müssen. Shaman hat mich mehr als mein halbes Leben begleitet. Kayla und ich waren in den fast sechs Jahren kaum ein paar Wochen getrennt und unsere Verbindung so innig…

Nach fünf Wochen stand fest, dass Diego wieder eine junge Dame an seiner Seite braucht. Also habe ich mich auf die Suche gemacht und praktisch sofort Lucia gefunden… Zu unserem Glück war sie gerade auf einer Pflegestelle in Leipzig angekommen und ein paar Tage später haben wir sie mit Diego besucht. Ich hatte immer das Bild vor Augen, dass Kayla uns eine Hündin „schickt“, die etwas Weiß auf der Stirn hat. Lucia hat einen hauchzarten Strich auf der Stirn und eine weiß, fusselige Rutenspitze… Wir waren etwas spazieren und zum Schluss ging sie von sich aus zu Diego und gab ihm ein Küsschen… Er schaute zwischen „Oh ne, noch so eine“ und „das hab ich vermisst…“. 6 Tage später, am 26.09., haben wir sie abgeholt. Viel weiß man nicht über sie, sie wurde mit ihrer Schwester und ihrem Bruder im Tierheim in Spanien abgeliefert. Beide Hündinnen hatten einen Leistenbruch und der ausgenuddelten Gesäugeleiste nach, ist klar dass sie Gebärmaschinen waren und entsorgt wurden weil der „Züchter“ die Kosten für die OP nicht aufbringen wollte. Vier Jahre alt ist sie und reinrassig. Eine zauberhafte Maneta wie sie im Buche steht. Lucia (die Lichtbringende, Lu-ssi-ja gesprochen) ist 35 cm groß und ca. 9,5 kg schwer. Also etwas größer und schwerer. In den ersten Wochen ist sie ab und an mal ausgelaufen, war aber im Prinzip von Anfang an stubenrein und hat sich hier sofort wohl gefühlt. Sie ist unfassbar verfressen und selbst jetzt kreischt sie noch vor Freude wenn es Futter gibt. Sie läuft sehr gut an der Leine, es hat nur ein paar Tage gedauert bis sie verstanden hat wie es sein sollte. Nur mit Diego zusammen ist sie noch etwas zerstreut. Sie muss ja auch erst lernen wo er läuft und wie. Da es Diego lange nicht gut ging mit seiner Luft (wir haben ihn in der neuen Praxis auf den Kopf stellen lassen, samt Bronchioskopie), sind wir sehr viel getrennt gegangen. Sie ist flott unterwegs und mit positiver Bestätigung samt Leckerli, alles problemlos. Sie mag alle Hunde die nicht zu wild sind und würde fast jedem gerne mal Hallo sagen. Seit ca. einem Monat können wir nachmittags wieder die große Runde zusammen gehen. Sehr zur Freude von Diego. Er hoppst und strahlt die ganze Zeit. Winter ist seine Zeit, dank Weihrauch und Co. hat er momentan so gut wie keine Atembeschwerden. Am vierten Advent waren wir mal wieder am Ostsee/ Deich und Lucia durfte das erste Mal richtig frei laufen. Nicht überall, aber auf dem Deich. Hat sie sehr gut gemacht. Sie hat so gut wie keinen Jagdtrieb, ist eher neugierig. Auch Katzen möcht sie gern Hallo sagen, bis jetzt hat sich aber noch keine getraut. Ihre Geschwister sind im Raum Berlin/ Brandenburg vermittelt worden, wir haben Kontakt und im nächsten Jahr wollen wir uns treffen. Es ist sehr schön dass Lucia hier ist, auch wenn es nicht immer leicht ist. Sie ist Kayla äußerlich wie innerlich sehr ähnlich. Fluch und Segen zugleich. (Das erste Foto ist noch auf der PS)

Das war es dann auch schon wieder für die nächste Zeit… Ich hoffe Ihr hattet alle entspannte Weihnachten… Kommt gut ins neue Jahr und bleibt gesund…. ❤