Schnee

Wer wollte noch gleich nicht auf mich hören, als ich im Herbst erwähnte, dass das ein ordentlicher Winter wird und wir noch zu Ostern Schnee bekommen…? 😛

In diesem Sinne ein paar Schneebilder aus dem Winter. Lucias erster Ausflug in den Schnee war… Ach, seht selbst an ihrem Blick wie sie es fand 😉 Schnee/ Schneematsch ist wirklich nichts für sie… Plattgetretener Schnee und minus 11 Grad? Ach geh her, lass uns ne halbe Stunde draußen durchdrehen 😀 Diego ist ja immer Schnee-Fan. Er war so von den Socken von dem vielen Schnee und der trockenen Kälte, dass er mit meinem Mann sogar fast die komplette Nachmittagsrunde gejoggt ist. Mehrmals 🙂

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Trainieren statt dominieren

Ein Beitrag, der mir sehr am Herzen liegt. Ich würde am liebsten ein ganzes Buch zu diesem Thema schreiben, versuche mich aber kurz zu fassen und lasse am Ende unsere Trainerin im wahrsten Sinne des Wortest sprechen. In ihrem Podcast 🙂

Ganz zum Anfang. Bevor Diego kam. Auch mir wurde seitens Trainern, „erfahrenen“ Hundehaltern usw. immer eines gesagt: Du musst Rudelführer sein! Du musst dich durchsetzen! Der Hund muss hören! Bei Fuß laufen! Und so weiter und so fort… Nun war ich schon immer gegen Gewalt. Es käme mir nie in den Sinn einen Hund zu schlagen, zu treten oder zu strafen. Leider ließ ich mir entgegen meinem Bauchgefühl vor allem bei Diego beim Gassi sagen, der muss da jetzt lang. Auch wenn er sichtbar Angst hatte. Wurde ja plausibel erklärt. Wenn er erstmal dran vorbei ist, wird s beim nächsten Mal gleich viel leichter weil er ja gemerkt hat dass nichts schlimmes passiert. Trugschluss. Wenn ich Angst vor Spinnen habe, ist diese Angst dann weg nur weil mich jemand ein paar Mal an ihnen vorbei zerrt…? Nein. Angst ist irrational. Sie ist einfach da. Der bessere Weg wäre es gewesen die Situation für ihn zu managen. Heißt, erstmal Abstand reinbringen. Bis er sich sicher genug fühlt sich alles anzuschauen. Dazu die positive Bestärkung (geht über den Clicker oder ein Markerwort sehr gut) und dann schrittweise rantasten im Tempo des Hundes. Hätte uns vieles erspart. So viel. Bei Kayla empfahl mir ein „Trainer“ sie auf den Rücken zu donnern weil sie ihn aus Angst anbellte. Er starrte sie permanent an obwohl ich ihn bat das sein zu lassen. Schaute er mich an beim Sprechen, war sie sofort ruhig. Er ist immer noch der Meinung dass der Hund grundsätzlich unterworfen werden muss. Er hat sofort zu hören. Wenn nicht wird geschrien, geruckt oder der Hund eben auf den Rücken gedonnert. Was das mit Hunden macht die sowieso schon Angst haben, kann sich jeder vorstellen.

Dabei berufen sich viele auf die frühen Studien des L. David Mech. Der seinerzeit in Gefangenschaft gehaltene und aufgewachsene Wölfe studierte und die sich immer noch hartnäckig haltende Theorie über den Rudel-Dominanz-Blödsinn in die Welt setzte. Worunter tausende Hunde allein in Deutschland jeden Tag leiden. Er selbst widerlegte seine eigenen Studien in den 90er Jahren… Also bitte, das einzige was „MUSS“, ist dass dieser Mist aus den Köpfen der Menschen raus kommt! 🙂 Hunde sind sehr soziale Lebewesen, sie fühlen genau wie wir und sind geistig auf dem Stand eines Kleinkindes. Schreien wir diese an wenn sie etwas nicht können? Nicht gleich verstehen? Drangsalieren wir sie von früh bis spät? Nein. Wir nehmen sie an die Hand, erklären ihnen die Welt in ihrem Tempo, fördern und belohnen das was sie sowieso schon toll können. Katzen lassen wir „ihren Willen“, stellen das nicht infrage. Bei Hunden (auch Pferden…) sieht das oft anders aus. Es sind doch keine Roboter die stumpf unsere „Befehle“ auszuführen haben! Wir entscheiden schon so viel für unsere Hunde. Wo sie leben, wie, mit wem, wann wir Gassi gehen. Es wird Zeit auf ihre Bedürfnisse zu achten, die so individuell sind wie jeder Hund auch. Grenzen setzen kann man auch ohne jegliche Form der Gewalt! Werdet kreativ um Euren Hunden beizubringen was Ihr von ihnen möchtet, nehmt Euch Zeit und fangt mit ganz kleinen Schritten an 🙂 Wir haben sie in unser Leben geholt und sind es ihnen schuldig sie so zu behandeln und zu integrieren, dass wir alle harmonisch miteinander leben können und viele schöne Momente erleben. So entsteht Bindung. Durch gemeinsame, schöne Aktivitäten, Sicherheit für die Fellnasen, kuscheln… Aber nicht durch „das korrekte Ausführen von Befehlen die völlig schwachsinnig für unsere Hunde sind“…

Beispiel Leinenführigkeit. Bleibt in Eurem Tempo. Werdet nicht unbewusst schneller. Geht von Anfang an so entspannt wie möglich. Es gibt auch gute Führgeschirre mit Griff oben, das hilft vor allem bei großen Hunden wenn man mal halten muss. Lasst sie viel schnüffeln und markieren. Das entspannt den Hund. Leider wird auch das Erkundungsverhalten vielen Hunden regelrecht abtrainiert. Die können froh sein wenn sie zum Pinkeln kurz halten dürfen, sonst müssen sie stramm bei Fuß laufen… Viele halten ständig an, drehen um wenn der Hund zieht, gehen dann wieder zurück… Versteht der Hund dadurch was Ihr wollt? Wird er dann nicht mehr in Richtung des anderen Hundes ziehen und geifern? Leider nein. Denn er hat nicht verstanden warum Ihr stehen bleibt oder umdreht. Ergo zeigt er das gleiche Verhalten wieder, sobald Ihr weiter geht. Hunde bleiben auch an Straßen nur sitzen, weil wir sie dazu auffordern (ich nicht, stehen bleiben bis ich sage jetzt ist es sicher zum Rübergehen reicht völlig), aber nicht weil sie verstehen dass es dort gefährlich ist. Wäre der Hund allein unterwegs, würde er schnurstracks rüber laufen und sich nicht setzen. Auch wenn Ihr das 10 Jahre lang gemacht habt. Tatsächlich kenne ich nur zwei ehemalige Straßenhunde die das von allein machen und anbieten, warten bis ihr Mensch da ist und sagt sie können gehen. Ich denke da waren schlechte Erfahrungen die Ursache. Wer schon mal von einem Auto verletzt wurde, oder fast, wird vorsichtig. Besser ist es immer dem Hund zu zeigen welches Verhalten Ihr Euch wünscht und die Situation so zu managen, dass es für den Hund okay ist 🙂

Bitte lasst die Hunde Hunde sein. In der heutigen Gesellschaft wird jeder Beller, jedes Grummeln sofort negativ bewertet und unterdrückt. Warum?? Sollen sie uns ein fröhliches Liedchen trällern oder einen Brief schreiben? So teilen sie sich mit! Es hat immer einen Grund. Findet ihn raus. Diego hat eine riesige Bandbreite an Bellern. Ich höre sofort ob er freudig erregt ist weil der „Papa“ gleich nach Hause kommt oder der „Erzfeind“ im Flur läuft 😉

Vor vier Jahren haben wir angefangen mit Tina zu trainieren. Damals vor Ort. Mittlerweile bietet sie fast alles nur noch online an, hier übernehmen ihre Helferlein. Mehrmals im Jahr gibt es auch den kostenlosen Workshop. Dieser dauert 5 Tage. Im Januar habe ich ihn bereits das 3. Mal mitgemacht. Allein die tägliche Stunde wo sie unzählige Fragen beantwortet und Tipps gibt, ist so viel Wert. Ich nehme immer neue Erkenntnisse mit raus und frische „Altes“ auf.

Bitte verwendet für die Gassi-Runden nur gut sitzende Y-Führgeschirre. Sattel- und Norwegergeschirre (wie die grausigen K9..) sind genauso schlecht für Euren Hund wie ein Halsband. Nur wenn aus medizinischer Sicht kein Geschirr getragen werden kann, ist ein Halsband okay. Aber auch da bitte ordentlich trainieren, nicht rucken oder reißen, den Hund sanft führen und bitte NIEMALS eine Schlepp- oder Flexileine am Halsband! Hier ein toller Artikel mit einer Tierphysiotherapeutin 🙂 https://www.pfotenprunk.de/post/norweger-geschirr-k-eine-anleitung?fbclid=IwAR1xdQVrF9Sqh-ZQ4ATbx3n2roV08hS7lAatllP-xEFaw4APz6EW3eqKu3A

Viele Wege führen nach Rom. Aber jeder sollte frei von Gewalt sein! 🙂 Belohnt und bestätigt Eure Hunde für alles was sie gut machen, von sich aus anbieten. Bietet ihnen ein Alternativverhalten an, findet die Ursache für „störendes“ Verhalten. Letztlich liegt es immer an uns unsere Fellnasen zu verstehen und in erster Linie an uns zu arbeiten. Viele machen es immer noch andersrum – sie verlangen die absurdesten (aber immer noch als völlig normal anerkannten) Dinge von ihren Hunden, die sie überhaupt (noch) nicht erbringen können, sind aber kein Stück bereit ihr Verhalten zu hinterfragen oder zu verändern. Nur weil ein Hund drinnen „Sitz“ kann, heißt das noch lange nicht dass er das beim Tierarzt oder Gassi kann! Dann wird wieder geruckt und geschrien und die Schuld beim Hund gesucht. Der überhaupt nicht darauf vorbereitet wurde und bereits so viel Stress hat, dass er gar nicht in der Lage dazu ist… Nur ein Beispiel von tausenden…

Clever/ Soul/ Dogs – Tina Schwarz

Zum Abschluss noch ein paar Fotos von Lucia und Diego ❤

Ein kurzes Hallo

Bei kuscheligen 35 Grad und extremer Schwüle… Sind wir mal gespannt ob wir auch endlich mal Regen abbekommen…

Schade, dass Rhododendron nicht das ganze Jahr über blüht. Dieser hier ist jedes Jahr eine Augenweide:

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Den kleinen Strauß hab ich mir letzte Woche gegönnt, er sah volle 7 Tage so schön aus und hat sehr gut geduftet:

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Hatte nicht letztes Jahr noch eine „Trainerin“ verlauten lassen wie schlimm die Mehr-Hunde-Haltung für die armen, armen Hunde ist? Ja, sieht man. So wie auf dem Foto kuscheln sich die Zwerge gerne mal aneinander. Freiwillig. Im Körbchen. Auf der Couch. Alternativ auf meinem Schoß.

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Hitze

Jeden Tag Gewitter und Regen angesagt… Außer Temperaturen jenseits der 30 Grad gab es mal wieder nix… Erst Montag ist Abkühlung in Sicht… Ich fürchte dann werden Kayla und ich gleich wieder frieren wenn es von jetzt auf gleich auf 20 Grad runter geht 😉 Bis dahin hängen dann nicht nur den Hunden die Zungen aus dem Hals 😉

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Am See und gewonnen

Sonntag Morgen am See war es herrlich ruhig und sehr angenehm. Diego war natürlich baden 🙂

Vor ein paar Tagen habe ich bei Q-Chefs einen Schnüffelteppich und jede Menge Leckerli/ Kaustangen gewonnen 🙂

Schon seit Monaten nutzen wir täglich die Zahnputzflocken für die Zwerge. Meist mit Kokosöl angerührt, aber auch mal mit Hüttenkäse. Zähneputzen kann man hier knicken. Selbst die winzigsten Bürstenköpfe sind immer noch zu groß und bis jetzt haben die Flocken wirklich gut gewirkt. Vor allem bei Kayla. Nur an einem Zahn kann ich noch Zahnstein sehen, alles andere ist bereits weg.

Über den Schnüffelteppich darf sich die Tatzenhilfe freuen für die nächste Tombola. Dieser ist zu etwas zu groß für unsere Nasen. Die Zahnputzflocken behalten wir selbst und die Leckerlis und Kaustangen darf sich der neue Hund meiner Nachbarin schmecken lassen 🙂

(Ich teile hier nur meine Freude am Gewinn mit Euch, werde nicht für Werbung oder ähnliches bezahlt!)

Gewinn

Power Zwerge

Das Wetter ist zur Zeit wirklich herrlich hier. Den Wind kann ich immer noch nicht leiden, aber fast jeden Tag Sonne und milde bis warme Temperaturen. So lässt sich das aushalten. Trotz der langen Runde vormittags haben die Zwerge immer noch jede Menge Energie und sogar Kayla spielt öfter mit ihm und nicht nur mit uns 😀

Flughund auf dem Sprung…

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Mein Ball…!

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Ick krieg dir..!

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Ätsch!

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Morgen ist hier Ringreiten im Ort. Ab halb acht Umzug der Reiter und Blaskapelle, danach die Wettkämpfe. Mal gucken ob wir es noch rechtzeitig hinschaffen. Vielleicht wird auch die Tochter der Nachbarin Ringkönigin, dann ist High-Life angesagt. ALLE wollen dann mit Getränken und Co. versorgt werden 😉 Mein Stiefvater war vor Jahrzehnten auch schon Ringkönig 🙂

Glückliche Hundis

Was der Shaman kann, das können die Zwerge doch schon lange…! 😀 Auftakt zum Wälzen (sie waren schneller dabei als ich ihnen die Geschirre ausziehen konnte):

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Herr Zwerg ist übrigens ein wahrer Held!! Hat er doch direkt aus der Plastikschale getrunken!! Wenn wir woanders sind verweigert er das Trinken gerne mal, leider auch in der Pension. Darum bekommt er immer seinen eigenen Napf mit. Wenn er dann draußen die Gemeinschaftsnäpfe nicht mag, kann er immer noch drinnen in Ruhe trinken.

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Hier der Rest. So sehen glückliche Hunde aus 🙂