1. Advent

Ich wünsche Euch allen einen schönen ersten Advent ❤

Heute hätten wir unser 22-jähriges Jubiläum gefeiert… Ich weiß, wir können uns glücklich schätzen, dass wir 20,5 wundervolle gemeinsame Jahre hatten. Am Ende war es doch zu wenig. So viel hatten wir noch vor. Wir werden Dich immer lieben und an Dich denken. Sei glücklich und frei, wo auch immer Du jetzt bist.. ❤ ❤ ❤

Wir sind die Dritten von rechts aus gesehen. Gefolgt von seinem großen Freund Adamo, der fast ein Jahr vor ihm ging… Man sieht schon an seinem Galopp den Araber in ihm, vor allem im Vergleich zu den anderen Pferden 🙂

Vergangenheit und Gegenwart

„Schöne Tage – nicht weinen, dass sie vergangen, sondern lächeln, dass sie gewesen.“ Rabindranath Tagore

Shaman und ich im Juni 2014
Kayla war unsere kleine Sonnenanbeterin

Diego hat jetzt noch eine Kühlweste von Ruffwear dazu bekommen. Die kann ich ihm auch problemlos über das Geschirr ziehen. Für Halsband und Geschirr gibt es eine Öffnung. Schaut weng nach Cape aus angezogen, da die Verschlüsse seitlich unter der ersten Lage angebracht sind. Aber wen schert schon die Optik? Herr Zwerg strahlt und fühlt sich wohl. Bei 36° bis 38° geht es nicht ohne. Mit wackelt er weiter schön durch den Schatten und kann sich ein paar Minuten die Beine vertreten. Die Weste kühlt genau richtig, ist aber etwas schwerer wenn sie frisch nass gemacht wurde (trotz Auswringen), daher würde ich sie ihm auch nicht länger als für kleine Runde anziehen. Drinnen möcht er am liebsten sofort spielen und knallt ein paar Mal am Tag durch 😛 Die Luftkühler im Wohn- und Schlafzimmer sind zur Zeit unsere liebsten Freunde 😉 Schade dass ich hier keine Videos hochladen kann, sonst könntet Ihr sehen was Lucia davon hält bei der Dämse zu spielen 😉 Wie ihre Schwester Füxi – nix! 😀 Dafür schnappt sie fast über wenn wir Flusentier Pauli treffen (der auf dem Foto grad an Frauchens Beinen hängt). Er ist ca. 2 Jahre jung und die Beiden lieben sich von der ersten Sekunde an. Opa Willi mag sie, verzieht aber angeekelt das Gesicht wenn er versucht ihr näher zu kommen. Bei Kayla war es genau umgedreht. Sie hat sich so wahnsinnig über Willi gefreut und um Pauli einen großen Bogen gemacht. War er mal schneller und hat ihr übers Gesicht geleckt, gab es erst einen verächtlichen Blick und dann einen Anranzer 😉 Diego kommt mit beiden klar, möchte aber keinen näheren Kontakt. Eine kurze Begrüßung und dann stellt oder setzt er sich etwas abseits bis wir weiter gehen. Auch Pauli akzeptiert das mittlerweile. Käme er dennoch näher, würde Diego ihn wieder hinter Frauchens Beine bellen 😉

Vom Einreiten und Shaman

Jemand fragt in einer Pferdegruppe ab wann angeritten werden kann/ sollte bzw. was sie vorher tun kann.

Antwort einer „Trainerin-C“ mit „tollem“ Video eines jungen Kleinpferds, das sich an Tag 4 unter dem Sattel (nach einer Woche Bodenarbeit…) bereits im flotten Trab und Galopp präsentieren muss, natürlich immer schön „durchs Genick geritten“.

„Bodenarbeit kannst schon vorher machen. Mit 4 Jahren eine Woche Bodenarbeit. Dann zwei Wochen reiten damit Trab und Galopp funktioniert. Dann Koppel und die Besitzer können weiter machen.“

Ich könnt brechen bei solchen Aussagen. Die armen Pferde. Jedes Pferd gehört vernünftig vom Boden aus vorbereitet, muss Muskeln an den richtigen Stellen bilden. An der Longe, in der Freiarbeit, Handarbeit in der Bahn sein Gleichgewicht finden – damit es überhaupt in der Lage ist den Reiter zu tragen! Selbstverständlich am Anfang nur ein paar Runden im Schritt. Das wird aufgebaut bis ein paar einfache Übungen klappen und das Pferd entspannt und sicher mit dem Reiter um und durch die Bahn kommt. Dann das ganze im Trab und später, viel viel, später erst im Galopp! Da vergehen Wochen! Monate! Alles andere überfordert die Pferde mental und körperlich.

Viele „Bereiter“, aber auch Besitzer sparen sich gerne den Weg über den sinnvollen Muskelaufbau vorher. Warum? Weil sie meinen die Pferde hätten dann zu viel Kraft und würden beim Anreiten mehr Probleme machen (bocken/ steigen/ durchgehen). Toll, wa? 😦

Egal ob klassisch „Englisch“ oder „Western“ geritten. Shaman war nach 2 Monaten unter dem Sattel angeblich „Pleasure fertig“ (eine Disziplin aus dem Westernsport, in der das Pferd alle drei Gangarten am langen Zügel, entspannt zeigen soll. Leider ist auch diese verkommen zu Pferden die sich vor lauter erzwungener Langsamkeit kaum noch auf den Beinen halten können..). Ja Witz lass nach. Sich hinter dem Zügel verkriechen, rückwärts laufen, enge Wendungen gehen und derart mit der Hinterhand schlurfen dass er meterlange Furchen hinter sich her gezogen hat – hatte nichts mit reellem Anreiten zu tun. Zumal das noch mit einem völlig unpassenden Sattel geschehen ist, was jahrelangen Sattelzwang zur Folge hatte… Er konnte keine 5 Meter unter dem Reiter geradeaus gehen ohne zu schwanken! Ich habe das erste Jahr fast ausschließlich in Bodenarbeit und Geländeritte investiert, die Gangarten mit ihm noch mal neu erarbeitet, teils mit anderen Hilfen. Er hat es uns gedankt bis ins hohe Alter. Trotz all seiner gesundheitlichen Probleme.

Shaman ganz entspannt nach einem Ausritt, mit seligem Gesichtsausdruck. Wusste er doch dass er gleich ein Stück Möhre bekommt für s Posieren! 😀 ❤

Erinnerung 3

Hob Khebir (große Liebe)

Shaman hat vor genau einem Jahr seine Flügel bekommen, obwohl unsere Herzen noch nicht so weit waren… Er fehlt so sehr… Wir werden Dich nie vergessen mein Schöner… ❤

Die Trauer ist immer noch kaum in Worte zu fassen 😦

Aid miled sayed

Happy Birthday ins Regenbogenland mein wunderschöner arabischer Puschelprinz… ❤ Wie gerne hätten wir heute Deinen 28. Geburtstag mit Dir gefeiert… Nun bist Du schon 11 Monate fort… 😦

Das Foto wurde genau vor einem Jahr aufgenommen. Mir ging es nicht gut und ich bin den Tag zu Hause geblieben. Hätte ich gewusst wie wenig Zeit wir nur noch haben, ich hätte mich irgendwie hingeschleppt… 😦

…mit meiner Mama im Wald…
Man beachte den schönen Trab ab Minute 3 und 3:58… ❤
Foto von 2016

Das war es dann also…

….das erste Weihnachten ohne Shaman und Kayla. Es sind jetzt über drei Monate vergangen seit meinem letzten Beitrag. Der Schmerz und die Trauer sind leider nicht weniger geworden. Es zerreißt mir immer noch fast das Herz ohne sie sein zu müssen. Shaman hat mich mehr als mein halbes Leben begleitet. Kayla und ich waren in den fast sechs Jahren kaum ein paar Wochen getrennt und unsere Verbindung so innig…

Nach fünf Wochen stand fest, dass Diego wieder eine junge Dame an seiner Seite braucht. Also habe ich mich auf die Suche gemacht und praktisch sofort Lucia gefunden… Zu unserem Glück war sie gerade auf einer Pflegestelle in Leipzig angekommen und ein paar Tage später haben wir sie mit Diego besucht. Ich hatte immer das Bild vor Augen, dass Kayla uns eine Hündin „schickt“, die etwas Weiß auf der Stirn hat. Lucia hat einen hauchzarten Strich auf der Stirn und eine weiß, fusselige Rutenspitze… Wir waren etwas spazieren und zum Schluss ging sie von sich aus zu Diego und gab ihm ein Küsschen… Er schaute zwischen „Oh ne, noch so eine“ und „das hab ich vermisst…“. 6 Tage später, am 26.09., haben wir sie abgeholt. Viel weiß man nicht über sie, sie wurde mit ihrer Schwester und ihrem Bruder im Tierheim in Spanien abgeliefert. Beide Hündinnen hatten einen Leistenbruch und der ausgenuddelten Gesäugeleiste nach, ist klar dass sie Gebärmaschinen waren und entsorgt wurden weil der „Züchter“ die Kosten für die OP nicht aufbringen wollte. Vier Jahre alt ist sie und reinrassig. Eine zauberhafte Maneta wie sie im Buche steht. Lucia (die Lichtbringende, Lu-ssi-ja gesprochen) ist 35 cm groß und ca. 9,5 kg schwer. Also etwas größer und schwerer. In den ersten Wochen ist sie ab und an mal ausgelaufen, war aber im Prinzip von Anfang an stubenrein und hat sich hier sofort wohl gefühlt. Sie ist unfassbar verfressen und selbst jetzt kreischt sie noch vor Freude wenn es Futter gibt. Sie läuft sehr gut an der Leine, es hat nur ein paar Tage gedauert bis sie verstanden hat wie es sein sollte. Nur mit Diego zusammen ist sie noch etwas zerstreut. Sie muss ja auch erst lernen wo er läuft und wie. Da es Diego lange nicht gut ging mit seiner Luft (wir haben ihn in der neuen Praxis auf den Kopf stellen lassen, samt Bronchioskopie), sind wir sehr viel getrennt gegangen. Sie ist flott unterwegs und mit positiver Bestätigung samt Leckerli, alles problemlos. Sie mag alle Hunde die nicht zu wild sind und würde fast jedem gerne mal Hallo sagen. Seit ca. einem Monat können wir nachmittags wieder die große Runde zusammen gehen. Sehr zur Freude von Diego. Er hoppst und strahlt die ganze Zeit. Winter ist seine Zeit, dank Weihrauch und Co. hat er momentan so gut wie keine Atembeschwerden. Am vierten Advent waren wir mal wieder am Ostsee/ Deich und Lucia durfte das erste Mal richtig frei laufen. Nicht überall, aber auf dem Deich. Hat sie sehr gut gemacht. Sie hat so gut wie keinen Jagdtrieb, ist eher neugierig. Auch Katzen möcht sie gern Hallo sagen, bis jetzt hat sich aber noch keine getraut. Ihre Geschwister sind im Raum Berlin/ Brandenburg vermittelt worden, wir haben Kontakt und im nächsten Jahr wollen wir uns treffen. Es ist sehr schön dass Lucia hier ist, auch wenn es nicht immer leicht ist. Sie ist Kayla äußerlich wie innerlich sehr ähnlich. Fluch und Segen zugleich. (Das erste Foto ist noch auf der PS)

Das war es dann auch schon wieder für die nächste Zeit… Ich hoffe Ihr hattet alle entspannte Weihnachten… Kommt gut ins neue Jahr und bleibt gesund…. ❤

Erinnerungen 5

Shaman hat auch als „Zebra“ immer eine gute Figur gemacht ❤

Die Decke hat uns einige Jahre gute Dienste geleistet. Endlich in Frieden ausreiten. Selbst bei 25 Grad hat er so gut wie nicht darunter geschwitzt und auch als Reiter hatten wir guten Halt an den Beinen.

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