Gedenkseite

Wer mag, kann hier für Kayla eine Rose hinterlassen und gerne auch ein paar liebe Worte

https://www.rosengarten-sterne.de/gedenkseite/zeige/kayla-3/

Kayla ist jetzt auch für immer auf meiner Haut verewigt… Ihre linke Vorderpfote… Mit der sie alles gemacht hat… Mir die Pfote auf den Arm gelegt, die Stirn in Falten und dann mit mir erzählt… High Five und Pfötchen gegeben… Diego angepatscht…

Macht es gut, ich bin wieder auf unbestimmte Zeit weg…

Ende

Vorerst wird es keine neuen Beiträge von mir geben. Ich weiß nicht wie viel Zeit ich brauche um das alles verarbeiten zu können. Die Tränen versiegen nicht, es zerreißt mich fast wenn ich ins leere Schlafzimmer gehen muss.

Ich möchte mich noch einmal bei Euch bedanken. Für Eure Anteilnahme, Euer Verständnis und die lieben Worte.

Ich spüre immer noch ihren letzten Herzschlag an meinen Fingern… Ohne unser albernes, fröhliches, kluges und so liebevolles kleines Mädchen leben zu müssen ist immer noch unvorstellbar schwer für mich.

Macht s gut und passt auf Euch auf ❤

(Oktober 2014)

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„Diagnose“

Endlich kam wenigstens schon der Bericht der behandelnden Tierärztin aus Dresden. Ich bin am Boden zerstört. Letztlich ist es damit meine Schuld, dass sie über Wochen leiden musste und nicht richtig behandelt werden konnte. Die Tierärztin hier hätte mich definitiv darauf hinweisen müssen, dass Leishmaniose auch nach sechs Jahren und später (!!!) noch ausbrechen kann und was das für Folgen hat. Ich wusste es nicht und habe sie mehrfach darauf hingewiesen, dass sie ALLES testen soll, egal was es kostet. Wenn wir schon x-mal Blut abnehmen, dann bitte auch alles mitmachen lassen! Wahrscheinlich hätte sie auch mit der sofortigen Diagnose nicht mehr lange zu leben gehabt. Aber wir hätten ihr helfen können. Die Schmerzen und die Übelkeit nehmen. Die Tierärztin in Dresden hat sofort den Verdacht geäußert und war ziemlich schockiert über die Ignoranz was Mittelmeerkrankheiten usw. angeht. Auch, dass sie nicht sofort den Zusammenhang zwischen Lebertumor/ Darmknoten und den auffälligen WBC- und Entzündungswerten gesehen hat. Oder den gelben Schleimhäuten… Das alles hat immerhin die zweite Tierärztin hier erkannt und auch wie dringend es jetzt ist… Da war es dann aber schon zu spät.. Es war richtig, dass wir uns von ihr verabschiedet haben und sie in Liebe gehen konnte. Ich werde mir das nie verzeihen und diese Praxis nicht mehr betreten. Den Entschluss habe ich bereits Freitag vor drei Wochen gefasst, nachdem sie mich allen ernstes noch fast 15 Minuten mit ihr auf dem Arm an der Anmeldung haben warten lassen. Ich habe vorher angerufen dass sie gerade das zweite Mal kollabierte und wir sofort da sind. Ich habe geklopft, mehrmals. Es war definitiv schon eine Tierärztin da. Aber vor der regulären Sprechstunde hat sich wohl niemand zuständig gefühlt… Notfälle so stehen zu lassen ist widerlich. Einfach nur widerlich. Ich war völlig verzweifelt und anscheinend wurde der Ernst der Lage auch dann noch  nicht erfasst. Es tut mir unendlich leid für Kayla. Sie war bis zum Schluss so tapfer und liebevoll.
Untersuchung:
klinisch, röntgenologisch, labordiagnostisch
Vorbericht:
Gewichtsverlust, zunehmende Inappetenz sowie Apathie, Fieber, Vomitus, letztlich Synkopen
Befund:
klinisch: hgr. reduziertes AB, HF 100/min, T: 38,1°C , SH blass ikterisch, Muskelatrophie im
Temporalisbereich
Sonographie: Leber: multifokal hypoechogene, inhomogene, klar abgrenzbare Herde in versch. Leberlappen
bis zu 3,5cm im Durchmesser; Gallenblasenwandödem, Sludge in der Gallenblase; Milz ebenfalls
hypoechogene, inhomogene Herde, nicht über die Kapsel erhaben; Magen: flüssigkeitsgefüllt, an der
Curvatura major wandständig hyperechogenes Areal ( Masse ); zwischen Magen, Milz und rechter Niere
noch eine veränderte hypoechogene (homogen) Struktur ( vermutlich Ln. )
Diagnose:
Um die auffälligen Sonographiebefunde exakt zu bestimmen wäre eine Biopsienahme in einer Vollnarkose
notwendig gewesen. Von dieser wurde jedoch aufgrund des schlechten Allgemeinbefindens abgeraten.
VD Tumorose ( Lymphom )
DiffD viszerale Leishmaniose
Prognose:
infaust

Mein kleines Mädchen

Bei diesem Blick hab ich mich vor fast 6 Jahren unsterblich in Kayla verliebt  Ich habe so viel mit ihr und durch sie gelernt. Was mit viel Liebe, Vertrauen, Gesten und leisen Worten – abseits vom ganzen Rudel-Dominanz-Mist – möglich ist. Die Verbindung zu ihr war einmalig. Sie war etwas ganz besonderes. Ich bin unendlich dankbar diese zarte Seele in meinem Leben gehabt zu haben. Der Schmerz über ihren Verlust ist immer noch unbeschreiblich. Nie hätte ich damit gerechnet, dass dieser noch schlimmer werden könnte als bei Shaman. Doch. Kann er. Gewaltig. Ich kann einfach nicht mehr aufhören zu weinen.

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Auch Diego und Kayla hatten eine ganz besondere Verbindung. Liebe auf den ersten Blick. Er war gleich freudig aufgeregt und sie hat zum ersten Mal NICHT gekreischt bei einem fremden Hund. Einen Tag/ eine Nacht durften sie sich in Ruhe kennenlernen. Wir waren uns alle einig, das passt. So hat ihre Pflegemama sie schweren Herzens bei uns gelassen.

Sie hat ihm gezeigt was wir ihm nicht beibringen oder erklären konnten. Er wurde viel offener an ihrer Seite, sicherer. Vor allem draußen fehlt sie ihm sehr. Sie hat immer auf ihn Acht gegeben, sich bei der kleinsten Unsicherheit sofort dazwischen geschoben und auch lautstark klar gemacht, dass wir unsere Ruhe möchten.

Sie hat ihm gezeigt wie einfach es sein kann auf den Schoß zu klettern, oder sich sogar auf die Schulter zu stellen mit den kleinen Vorderbeinchen. Früher unvorstellbar für ihn. Er ist immer noch ganz von den Socken wenn er sich sowas traut.

Die Begrüßung war immer sehr herzlich bei ihnen. Nur 5 Minuten weg? Pah! Das waren doch Stunden, wenn nicht Tage!

Langsam wird Diego wieder ruhiger. Vor allem in den letzten zwei Wochen war er völlig durch den Wind. Hat wieder seinen extremen Pfötchen-Putzzwang entwickelt. Jetzt ist er „nur“ noch traurig. Seit Sonntag sucht er sie immer wieder. Ihr Körbchen – in dem sie eingeschlafen ist – habe ich ins Schlafzimmer gestellt. Er hat es förmlich inhaliert, immer wieder und sogar die Nacht darin verbracht. Obwohl es viel zu warm ist. Kamen wir rein, hat er versucht wie gewohnt das Bett anzuspielen, in dem Glauben dass sie sich gleich rührt und runter schaut… Er ist drinnen viel ruhiger als üblich, hat mich nicht mehr zum Spielen aufgefordert und öfter sehe ich ihn, wie er jetzt mit offenen Augen im Körbchen liegt und einfach ins Leere starrt… Ich bin ihm grad keine wirkliche Hilfe, aber ich gebe mein Bestes für ihn…

Diese Nähe zu einem anderen Hund hat er vorher nie zugelassen. Auch nicht bei seiner kleinen Chi-Freundin, die er wirklich sehr mochte.

Abschied

Komm gut ins Regenbogenland mein Mäuschen. Du hast sehr tapfer gekämpft, aber Du hast genug gelitten.

Die Tierärztin rief mich gestern Abend noch spät an. Die Ergebnisse vom Ultraschall waren da. Zu den katastrophalen Blutwerten, fand sie in zahlreichen Organen etliche Entzündungsherde/ Tumore/ Knubbel. Für eine Biopsie war sie viel zu schwach. Es hätte Wochen gedauert sie zu stabilisieren und eine klare Diagnose zu stellen. Diese Zeit hatte sie nicht mehr. Ich bat sie um ihre ehrliche Einschätzung und sie legte mir nahe, dass wir sie gehen lassen sollen. Ihre Prognose war einfach zu schlecht. Was so schnell wächst und die Organe befällt… Sie war viel zu jung zum Sterben. Wir wollten sie aber auch nicht die restlichen Tage ihres Lebens in der Klinik leiden lassen. Ohne uns. Wir haben ihr, wie auch Shaman, versprochen sie nicht leiden zu lassen, wenn ihre Lebensqualität nicht sicher wieder hergestellt werden kann..

Heute haben wir noch über zwei Stunden mit ihr verbracht. Sie war so entsetzlich schwach, müde, noch mehr eingefallen… Aber sie hat sich so gefreut uns zu sehen. Schlief in unseren Armen. Im Körbchen. Auf den Fotos seht Ihr was ich meine. Sie konnte kaum die Augen öffnen, so sehr geschwächt war sie. Immer mal hatte sie einen wacheren Moment wo sich auch ihr Blick etwas klärte. Die Zweifel werden bleiben, ob es nicht doch noch etwas gegeben hätte… Eines wissen wir aber mit Sicherheit. Wir haben ihr weiteres, unnötiges Leid erspart.

Mein Herz ist gebrochen. Zwei Fellnasen in so kurzer Zeit…

Um 12:02 Uhr hörte ihr Herz in meiner Hand auf zu schlagen. Sie durfte nur 7 Jahre alt werden.

Kayla

Die letzten Tage waren der Horror. Es ist sehr ernst und ob sie es schafft, kann noch niemand sagen.

Am letzten Wochenende erhielt sie an beiden Tagen Infusionen. Vorsichtshalber, denn sie fraß nicht. Sonntag Nachmittag, Montag und Dienstag hatte sie wieder etwas Appetit, hat immer wieder von sich aus winzige Mengen gefressen. Sogar Nassfutter. Es geht aufwärts. Dachte ich. Mittwoch Mittag zeigte sie wieder Übelkeit und trank nur noch. Donnerstag waren die Ergebnisse da (kein Lymphom, aber Zeichen für massive Entzündung unklarer Ursache laut Pathologie). Eigentlich wollte ich nur diese abholen und noch bis Freitag früh warten. Sie hat sich gegen Mittag übergeben. Hab gleich in der Klinik hier angerufen, dass wir kommen und sie bitte wieder Infusionen bekommen soll. Zeitgleich habe ich alle Befunde und Anamnese von ihr an eine weitere Klinik geschickt. Donnerstag Abend haben wir sie abgeholt. Ihr ging es etwas besser, sie hat dann insgesamt sogar 2 Fleischstreifen gefressen. Gegen ein Uhr nachts wollte sie noch mal raus. Ging sogar die Treppe allein runter (hoch ging nicht mehr, Muskulatur viel weg und die Kraft fehlt natürlich auch… ) und dann sind wir draußen bei angenehmen Temperaturen so 10 Minuten ganz entspannt gegangen. Kaum drinnen, wurde sie unruhig. Schwankte von einem Körbchen zum anderen. Eine Runde ums Bett. Das ging bis kurz nach drei Uhr so. Dann musste sie sich kräftig übergeben, knickte dabei hinten ein. Schaut mich an und fällt wie vom Blitz getroffen auf die Seite. Ich habe noch nie einen Hund in Ohnmacht fallen sehen und im ersten Moment dachte ich sie wäre tot. Zum Glück kam sie nach ein paar Sekunden wieder zu sich. Der nächste Bereitschaftstierarzt ist auch über 30 km weg 😦 Ich hab sie nach ein paar Minuten in ihr Körbchen gelegt und nicht mehr aus den Augen gelassen. Sie hat geschlafen. Halb sechs wurde sie wieder wach, hat getrunken und gezeigt dass sie mal muss. Draußen ging nur Pipi, zurück musste ich sie tragen. Ein Bild des Jammers, praktisch über Nacht ist sie extrem zusammengefallen. Morgens sollten wir sowieso gleich kommen für die nächsten Infusionen. Ich wollte mich grad anziehen, da hör ich wie sie wieder würgt, lauf zurück, seh noch wie sie sich übergibt, dabei wieder umfällt und verzweifelt strampelnd auf der Seite liegt… Ich war völlig panisch im ersten Moment. Zehn Minuten später waren wir in der Klinik. Bis abends. Ich hab so eine Angst gehabt vor heute Nacht, dass sie wieder umfällt und ich nichts tun kann. Laut TÄ sollte sie aber so stabil sein, dass nichts passiert bis zu unserem Termin um 10 Uhr in der Tierklinik in Dresden.

Die Nacht war wieder fast schlaflos, aber soweit friedlich. Einmal musste sie raus, sie wollte alles allein laufen, nur die Treppen hoch hat sie gewartet dass ich sie hoch nehme. Wir waren vor der Zeit in der Klinik, mussten leider trotz Termin noch eine Stunde warten. Derweil schlief sie in meinen Armen, total erschöpft. Es ist schlimm sie so zu sehen. Gestern, als Carsten nach 5 Tagen Lehrgang nach Hause kam, hat sie es nicht mal aus dem Körbchen geschafft… Normal tänzelt und quietscht sie schon vor der Tür wenn sie nur ahnt dass er kommt… Das bricht uns das Herz. Es war klar, dass sie in der Klinik bleiben muss. Mindestens bis Montag. Sie hat gleich eine Infusion bekommen, davor wurde sie geröntgt und Blut genommen. Wir haben so lange bei ihr gewartet bis die ersten Ergebnisse da waren. Die Werte sind sehr schlecht. Zu letzter Woche, wo sie schon nicht gut waren, katastrophal. Die TÄ hat ebenfalls die Leber in Verdacht bzw. eine Erkrankung im Zusammenhang. Die erhöhten/ verschlechterten Werte lassen darauf schließen. Es folgen noch mehr Blutuntersuchungen, auch Mittelmeerkrankheiten werden wiederholt. Es ist wirklich ernst. Sie bekommt per Infusion eine zweifache Antibiose, Mittel gegen Übelkeit usw… Ihr kleiner Körper kämpft, aber wenn wir nicht schnellstens die Ursache finden und sie wieder anfängt zu fressen…. Stehen ihre Chancen leider sehr schlecht… Wir hoffen das Beste, sind aber auf das Schlimmste vorbereitet… 😦

KaylaKlinik

Infusionen

Sie hat gestern vielleicht insgesamt 20 Gramm Hühnchen gefressen. Viel zu wenig. Bis Montag die Ergebnisse da sind, ist mir die Zeit viel zu lang sie so laufen zu lassen. Gestern musste ich sie die Pipi-Runde zurück tragen. Luft raus. Keine Kraft. Sie wollte gerne die normale, kleine Runde gehen. Sie lag dann entspannt in meinem Arm, Augen zu, wir haben den Weg geknuddelt und geknutscht. Kurz vor unserem Block wollte sie dann runter. Nicht dass noch einer sieht dass sie sich tragen lässt 😉 Sie ist dann gaaanz langsam Richtung Haustür gedackelt.

Hab heut Vormittag beim TA angerufen was wir machen. Am besten Infusionen. Sie hat seit Donnerstag auch schon wieder 200 Gramm abgenommen. Leider nicht die TÄ von Donnerstag da, nur die, die sie vorher behandelt hat. Und die Darmknoten übersehen bzw. nicht ernst genommen hat. Auch heut irgendwie nicht. Ich kann ja in ne große Klinik mit ihr fahren für weitere Untersuchungen. Und sie hält ja irgendwie ihr Gewicht trotzdem. Ich musst mir mehrfach auf die Zunge beißen. Hätt ich nicht nachgefragt was in der Infusion ist, hätte sie nur Elektrolyte bekommen, so dann wenigstens noch Glucose und Co… Da frag ich mich manchmal echt, muss ich jetzt noch einer TÄ sagen was sie geben oder untersuchen soll???

So 1 Stunde 15 Minuten liefen die Infusionen heute durch. Kayla war so tapfer. Sogar in dieser stressigen Umgebung, hat sie sich auf mein Handzeichen immer wieder hingelegt und entspannt. Was für ein Vertrauen. Wenn die Beutel gewechselt wurden usw. durfte sie sich  natürlich aufsetzen und gucken. Morgen noch mal, dann länger. Montag sind dann hoffentlich die Ergebnisse da. Hab vorhin noch Reconvales Tonicum für sie bestellt. Letzter Versuch. Das ist schön flüssig (kann ich zur Not auch mit Spritze eingeben) und versorgt sie mit allem. Hoffentlich frisst sie bald wieder regelmäßig. Dass nach der langen Zeit ohne richtige Mahlzeit kaum was reinpasst ist klar. Aber wenigstens zwei- oder dreimal täglich ein paar Happen mit Appetit worauf wir aufbauen können…

Bitte drückt uns weiter die Daumen ❤

KaylaInfusion

Kayla

Wir waren heute wieder beim Tierarzt mit ihr. Die letzten zwei Tage musste ich sie praktisch zwangsernähren, das konnte so nicht weiter gehen. Dieses mal eine andere Tierärztin da. Gut so. Wieder zeigt sich, es schadet nie eine zweite oder auch dritte Meinung einzuholen. Ihre Schleimhäute waren zu blass, sie hatte erhöhte Temperatur. Und die andere Tierärztin hatte Darmknoten beim Ultraschall entweder übersehen oder nicht weiter beachtet… Also zuerst noch mal Blut abnehmen. Werte mit Ende Juni verglichen. Entzündungswerte erhöht, sie ist leicht anämisch und nun besteht der Verdacht auf ein Lymphom. Da musst ich mich erstmal setzen. Wir haben gleich noch mal Blut abnehmen lassen. Für einen speziellen Test um ein Lymphom zu bestätigen oder auszuschließen bzw. eingrenzen zu können. Eine weitere Probe ging für die Zellanalyse an die Pathologie. Jetzt müssen wir wenigstens bis Montag warten, bis die Ergebnisse vorliegen und wir wissen wie wir weiter machen können. Sie hat noch mal Prednisolon gespritzt bekommen (auch als Tablette für die nächsten Tage + Doxycyclin). Zu Hause hat sie kurz darauf einen Ching (getrockneter Fleischstreifen) gefressen. Ein Anfang.

Hier ein Foto aus besseren Tagen… Vor 2 Jahren am See… Drückt uns bitte weiter die Daumen ❤

Mäuschen

Update

Sonntag vor einer Woche musste ich Kayla erstmal das Kontrastmittel verabreichen. Was für ein Spaß. Das nächste Mal können sie das in der Klinik selbst machen. Die erste Ladung hat sie geschluckt. Beim zweiten Mal dachte ich sie hätte… Lass los und sie spuckt sofort.. UND SCHÜTTELT SICH… Toll. Ganz toll. Ihr könnt Euch sicher vorstellen wie das Wohnzimmer und wir ausgesehen haben. Kayla hat selbstverständlich am wenigsten abbekommen 😉 Am Ende sind so 3/4 im Hund gelandet. Beim Röntgen selbst war sie sehr tapfer, ich durfte wieder mit dabei sein und sie halten. Alles in Ordnung. Sah sehr witzig aus. Wie eine weiße, knotige Schnur von vorne nach hinten 😉

Tja, nur leider bringt uns das nicht weiter mit ihr 😦 Jetzt sind es fast drei Wochen, dass sie das letzte Mal (und mit Begeisterung!) Nassfutter gefressen hat. An zwei Nachmittagen ging etwas gebratenes Hühnchen, mit viel Überredung. Sie nimmt mehr oder weniger freiwillig ihre Tabletten mit Leberwurst (Schilddrüsentablette + Schüssler Salz Nr. 15) und sie frisst zwei, drei Chings (nur eine Sorte von Rocco) und auf den Gassi-Runden nimmt sie manchmal ein kleines Stück Kauwurst. Ansonsten ist alles doof. Mittags bekommt sie noch einen Teelöffel Löwenzahnsaft. Wir haben es auch drei Tage mit einem Mittel gegen Übelkeit (speziell bei Gastritis/ Pankreatitis) probiert. Keine Veränderung. Sie hat zwischendurch Hunger und zeigt das dann auch, macht aber sofort ein Gesicht als wenn sie sich übergeben muss wenn etwas anderes als ein Ching angeboten wird. Bisher hat nichts geholfen sie wieder ans Fressen zu bringen. Egal welche Sorte, egal ob roh/ gekocht oder flüssig, gleich ob der Napf die ganze Nacht mit im Schlafzimmer stand (sie ging immer nur schnuppern)…. Es nützt auch nix „hart“ zu bleiben und ihr mehrmals täglich für 10 Minuten Nassfutter oder ähnliches anzubieten und den Napf dann kommentarlos wegzustellen. Dann frisst sie trotzdem nicht. Also gibt es nachmittags und abends ein bis zwei Chings für sie, damit sie überhaupt etwas im Magen hat. Ich weiß nicht mehr weiter.

Hab jetzt noch mal ihre Lieblings-Wurst von Pernaturam bestellt, dazu deren Leber-Schonkost und bei Bellfor (neu entdeckt, nicht günstig, aber sehr gut und natürlich) eine Dose normales NaFu mit Huhn und ganz abgefahren dazu: mit Insektenprotein. Sowas hatten wir definitiv noch nie und ich geb die Hoffnung nicht auf dass wir noch etwas finden was sie zum Fressen bewegt. Sonst kann es nicht besser werden. Die Pulver kann ich  nur unters Futter mischen.

Gassi ist eigentlich nur ganz kurz möglich, ihr fehlt die Kraft. Die ersten paar Minuten läuft sie normal. Dann schleicht sie nur noch extrem, mit angeklappten Öhrchen und Stress-Gesicht 😦

Hatte jemand schon mal so eine extreme Situation? Ihr scheint wirklich immer wieder übel zu sein. Aber auch mit entsprechendem Medikament und wenn sie deutlich zeigt dass sie jetzt richtig Hunger hat, geht sie einfach an nichts ran. Ich bin für jeden Tipp dankbar 😦

So wie auf dem Foto, wird hier immer noch fast täglich gekuschelt… ❤

ZwergeKuscheln